Doron Rabinovici

Ein Wiener Autor in Erlangen

Doron Rabinovici zu Besuch im Poetikkolleg des Departments Germanistik und Komparatistik

"Literatur bietet zumindest die Chance neuer Fortschreibungen. Sie versucht zuweilen dem Entsetzen mit Humor zu begegnen, und zwar nicht um es durch brüllendes Gelächter zu übertönen, sondern, im Gegenteil, damit das Lachen einem im Halse stecken bleibe. Der Witz dient der Erkenntnis, wenn er uns das Denken nicht erspart, aber erleichtert, wenn er sich nicht über die Opfer lächerlich macht, sondern uns mit ihnen fühlen hilft."

Kimiko Nakayama-Ziegler Ursula Gräfe

Die Trauer der Teeschalen

Vom Leben und Sterben der Dinge in der japanischen Literatur

Vermutungen eines japanisch-deutschen Tandems

"Wir strampeln uns im Tandem ab"

Angelika Gillitz-Acar und Angelika Hoch über Leyla Erbil: “Eine seltsame Frau”

Blaubeeren

Marion Boginski - Elsas Blaubeeren

Elsa ist tot und spielt trotzdem eine stille Hauptrolle in der Welt ihrer Familienangehörigen

Nein, es folgt kein Rezeptvorschlag für backwütige Küchenfetischisten. Es geht nicht um Obstküchlein, Soufflés oder Pfannkuchenbeilagen. Auch die deutsche Nahrungsmittelanbaukultur spielt in Marion Boginskis Roman Elsas Blaubeeren keine Rolle. Enttäuscht? Das müssen Sie nicht sein. Sicherlich haben Sie zumindest bei dem Namen Elsa an genau das gedacht, was auch der Autorin im Kopf umhergeschwirrt ist, als sie begann, die Geschichte niederzuschreiben. Natürlich, Elsa ist ein altes Mütterchen. Und das Einzige, was Elsa von vielen anderen Mütterchen unterscheidet, ist… nicht der Hang zu Blaubeeren – wo denken Sie hin? Es ist die schlichte Tatsache, dass Elsa tot ist und trotzdem eine stille Hauptrolle in der Welt ihrer Familienangehörigen spielt. Und was für eine…

Aufwärts

Was macht ein Dichter, wenn er so was sieht?

Eugen Gomringer im Gespäch mit Schau ins Blau über Konkrete Kunst und Konkrete Poesie

Es war die Konkrete Kunst, die Eugen Gomringers zur Konkreten Poesie brachte. Die Werke der Konkreten Kunst haben ihn seit der ersten Begegnung im Jahr 1944 immer wieder vor ein und dieselbe Frage gestellt: Was macht ein Dichter, wenn er so etwas sieht? Wie lässt sich das auf die Literatur übertragen, wie lassen sich Analogien zwischen der bildenden Kunst und der Literatur herstellen? Farben und Formen sind schließlich etwas anderes als Wörter. Eugen Gomringer berichtet über diese Herausforderung und gibt Einblick in seine Werkstatt.