Dana Frei

Identitätsstiftung und Homophobiekritik

Umkehrung der Fremdheitszuschreibungen in QUEER AS FOLK (Dana Frei)

Mit ihrem Fokus auf fast ausschließlich homosexuelle Figuren stellt die Fernsehserie "Queer as Folk" einen zentralen Bestandteil des gesellschaftlichen Diskurses um Geschlecht und Sexualität dar.

Ruth Neubauer-Petzoldt

"... daß auch sein eigener Körper eigentlich aus Buchstaben besteht"

Die magisch-mythische Inszenierung der Fremdheit im Werk Yoko Tawadas (Ruth Neubauer-Petzold)

Jedes Wort bewahrt einen Abglanz des magischen Zustandes, wo es mit dem gemeinten Gegenstand eins ist, wo es mit der Schöpfung identisch ist. Aus dieser Sprache, dieser nie gehörten und unhörbaren, können wir gleichsam immer nur übersetzen, recht und schlecht und jedenfalls nie vollkommen, auch wo uns die Übersetzung gelungen scheint.

-- Günter Eich

Julia Borst

Identitäts- und Alteritätsdiskurse in der Dominikanischen Republik und ihre Demaskierung in Matos Moquetes Roman "La Avalancha"

(Julia Borst)

Im Rahmen der Solidaritätsbekundungen nach dem tragischen Erdbeben vom 12. Januar 2010 waren die dominikano-haitianischen Beziehungen wieder Thema in der Presse. Groß war die Hilfsbereitschaft der Dominikaner gegenüber den Nachbarn, zahlreiche verletzte Haitianer wurden in dominikanischen Krankenhäusern behandelt und Hilfsgüter fanden aus der Dominikanischen Republik ihren Weg auf die Westseite der Insel. Erfreut wurde auf neu gewonnene Harmonie und Zusammenhalt hingewiesen, war doch das Verhältnis zwischen den beiden Staaten, die sich das Gebiet der Insel Hispaniola teilen, nicht immer einfach gewesen.

Katharina Bilan

Die Inszenierung einer instabilen, einer beweglichen und einer Lifestyle-Identität in deutsch-türkischer Prosa

(Katharina Bilan)

Nach den Angaben des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung leben heute circa 2,8 Millionen Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland, was bedeutet: „In keinem anderen Land der Welt leben so viele Türkischstämmige - außer in der Türkei selbst.” (Woellert u.a. 2009: 18) Etwa die Hälfte von ihnen ist bereits in Deutschland geboren und fühlt sich hier heimisch. Die erste Generation, die ursprünglich als Gastarbeiter nach Deutschland einwanderte, ist entgegen ihren eigenen Erwartungen und denen des Gastlandes geblieben. Viele, die eigentlich vorhatten, nur für begrenzte Zeit nach Deutschland zu kommen, haben sich hier niedergelassen und sind Teil der deutschen Gesellschaft geworden. Mittlerweile leben ihre Nachkommen bereits in der dritten und vierten Generation in Deutschland.

nickel1

Konkrete Poesie, Universalsprache und universelle Piktographie im Kontext der globalen Kommunikation