Michael Kumpfmüller

„Ein Aufruf, mutig an den Tod heran zu leben“

Michael Kumpfmüller im Gespräch mit Schau ins Blau

Franz Kafka als Mythos auszustellen und so gleichzeitig an diesem Mythos zu arbeiten, indem gegen die vorherrschende Lesart angeschrieben wird, ist das Anliegen von Michael Kumpfmüllers Roman. Und so nähert sich der Leser der historischen Person wie der literarischen Figur auf eine ganz neue Art und Weise und kommt in Berührung mit einer bislang oft verborgenen lebensbejahenden und glücklichen Seite Kafkas. Auf diese Weise wird nicht nur ein ganz neuer Blick ermöglicht, sondern auch eine wunderbare Geschichte erzählt – ein anrührendes Buch über Die Herrlichkeit des Lebens (Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011).

Zsuzsa Bánk

Zsusza Bánk ...

... im Gespräch mit Schau ins Blau

Der Begriff „Freundschaftskult“ wird meist im Zusammenhang mit Literatur des 18. Jahrhunderts verwendet. Zsuzsa Bánk beweist jedoch mit der Beschreibung einer Dreierfreundschaft in ihrem Roman Die hellen Tage (2011), dass die literarische Behandlung dieser Thematik zeitlos bleibt. Aber wie müssen zwischenmenschliche Beziehungen eigentlich beschaffen sein, um funktionieren zu können und können wir ein Funktionieren überhaupt beeinflussen? Unter anderem über diese Fragen sprach Schau ins Blau anlässlich des Erlanger Poetenfestes mit der Autorin, deren Figuren ihre Freundschaftsgeschichten fast selbst geschrieben zu haben scheinen.

Yiwu

"Für ein Lied und hundert Lieder"

Autorenportrait Liao Yiwu

Lesung und Gespräch am 27.08.2011 mit dem chinesischen Autor und Regimekritiker Liao Yiwu, dessen Texte in der Volksrepublik China verboten sind und der seit 2011 im deutschen Exil lebt. Neben einer Lesung aus seinem aktuellen Roman "Für ein Lied und hundert Lieder" führt Yiwu in diesem Autorenportrait zudem auch ein Gespräch mit dem Erlanger Sinologen Thomas Fröhlich, das das Leben im Widerstand schildert, das aber auch die chinesische Kultur näherbringt.