Karin Heiß Verena Fickenscher

Vom Kult zur Populärkultur und umgekehrt? Das Phänomen Harry Potter

(Verena Fickenscher und Karin Heiß)

Es ist unbestritten, dass sich die Harry Potter-Serie als weltweiter Bestseller etabliert hat und ein literarisch einzigartiges Kultphänomen darstellt. Doch wie genau lässt sich der Begriff des Kultes mit der massenhaften Verbreitung der Buchserie vereinbaren? Um diese Frage zu beantworten, sollen in diesem Beitrag sowohl die im Text angelegten Gründe für die Popularität der Serie als auch die Frage nach der Funktion des Harry Potter-fandom als Kultgemeinde diskutiert werden.

Freiburg

Kult als Überwindung der ‘partikularen Subjektivität’

Zur historischen Dimension eines Gegenwartsphänomens (Rudolf Freiburg)

Der inflationäre Gebrauch des Begriffs “Kult” in der Gegenwart lässt den ursprünglich religiös gefärbten Sinnbezirk des Wortes verblassen. Der folgende Essay illustriert an zwei historischen Beispielen aus Literatur und Musik, wie Kult als eine Erscheinungsform säkularisierter unio mystica zur Überwindung der “partikularen Subjektivität” (Hegel) beizutragen vermochte.

Johanna Meyr

Ist Lyrik (heute noch) Kult?

Vom Versuch, Monika Rinck in eine Schublade zu stecken. (Johanna Meyr)

Die Lesbarkeit von Gedichten heute am Beispiel von Monika Rinck. Texte der Lyrikerin unter der Lupe: Wie funktionieren ihre Gedichte, wie ihre Rezeption? Außerdem sind Quitten in diesem Kontext von Relevanz.

Offen

Kult ‚mit Biss‘: Kultische Verehrung des ‚Anderen‘.

Die Wiedergeburt des Vampirismus in der Kultur der Gegenwart (Frederik Offen)

Besonders durch Stephenie Meyers Twilight-Romane rückte die Gestalt des Vampirs in den letzten Jahren wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein und wurde auch für ein großes Lesepublikum abseits des Horrorgenres interessant. Ebenso wie Anne Rices The Vampire Chronicles kann Twilight dabei durchaus nicht nur als kommerziell höchst erfolgreiches Produkt, sondern auch als Kultphänomen gesehen werden.

Maria Silvana Nedelea Rusca

„Royals“ – Der Kult des inszenierten Königtums

(Maria Silvana Nedelea Rusca)

Spätestens seit der königlichen Hochzeit von Prince Charles und Lady Diana ist die mediale Omnipräsenz der britischen Royals ein augenscheinliches Phänomen. Dahingegen ist die kultische Verehrung bestimmter Mitglieder der Königsfamilie eine Erscheinung, der keine zeitlichen Grenzen gesetzt sind und die immer neue Nuancen und Facetten dekuvriert. Im Folgenden sollen diese punktuell konturiert werden.