Kategorie ‘20 Jahre Mauerfall’

Der öffentliche Raum als Aktionsfeld – Klaus Staeck

von Ulrike Jochum • Datum: 10. September 2009 • Ausgabe: 9.1 - Ethik und Ästhetik

Klaus Staeck ist Deutschlands bekanntester politischer Plakatkünstler. Anlässlich des 60-jährigen Geburtstages der Bundesrepublik und des 20. Jahrestages des Mauerfalls zeigte das Erlanger Poetenfest eine Ausstellung seiner wichtigsten Arbeiten, die bis in die aktuelle Gegenwart ein Stück Zeitgeschichte dieses Landes spiegeln.

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Julia Franck (Hg.): Grenzübergänge. Autoren aus Ost und West erinnern sich.

von Agnes Bidmon • Datum: 06. April 2009 • Ausgabe: 9.1 - Ethik und Ästhetik

Die Annahme, dass das Zusammenspiel vieler Geschichten Geschichte formt, wird in dieser Anthologie ganz wörtlich genommen und umgesetzt. Julia Franck, die Herausgeberin des Bandes, selbst Autorin und 2007 für ihren Roman Die Mittagsfrau mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet, versammelt mehr als 20 literarische Zeitzeugen und Zeitgenossen, die dem Mauerfall anlässlich seines 20. Jahrestages ihr Gesicht verleihen, indem sie von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit der Grenze erzählen. Das Besondere an dieser Anthologie ist, dass, wie Franck selbst konstatiert, nicht nur die Stimmen der ‚üblichen Verdächtigen’, die der Leser in solch einem Band erwarten würde, hörbar werden. Den ganzen Beitrag lesen »



Claudia Rusch: Aufbau Ost. Unterwegs zwischen Zinnowitz und Zwickau.

von Melanie Zipf • Datum: 06. April 2009 • Ausgabe: 9.1 - Ethik und Ästhetik

Selskochosjaistwennui praiswodstwennui kooperativ (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) ist eine der im alltäglichen Sprachgebrauch wenig nützlichen Vokabeln, die Claudia Rusch aus Ihrem Russischunterricht in der  DDR mitgenommen hat. Unter dem Motto ‚Kommunikation unerwünscht’ stand aber nicht nur ihr Unterricht, der sie mit konversationsunfreundlichen Vokabeln und Themen versorgte. Zwar angehalten mit den sowjetischen Genossen eine Brieffreundschaft zu pflegen, unterband aber das kleine Bändchen Briefe an Freunde- Arbeitsmittel für den russischsprachigen Schüleraustausch schon jede ernsthafte Form von Austausch. Jegliche Information, die über vorgefertigte Sätze wie „Meine Mutter trug eine Pappnase” aus dem Kapitel „Feste und Bräuche” der staatlich verordneten Briefvorlage hinaus ging, erreichte kaum den Empfänger. Drohte nun der kontrollierte Briefwechsel gar in ein persönliches Treffen auszuarten, wusste man dies geschickt zu unterbinden. Den ganzen Beitrag lesen »