Kategorie ‘Bild & Ton’

Oliver Boberg im Gespräch mit Schau ins Blau

von Oliver Boberg • Datum: 15. Mai 2010 • Ausgabe: 10.1 - Fremdheit

SIB: Ihre neueren Arbeiten, die Sie „Slum” genannt haben, zeigen dem Betrachter Bilder notdürftiger Behausungen. Sie zeigen Armut, in der die meisten Westeuropäer nicht leben. Waren Sie selbst in solchen Siedlungen?

Boberg: Sie haben jetzt „die Sie ‚Slum‘ genannt haben” gesagt und das ist schon eine Distanzierung zum Inhalt. Tatsächlich sind es nicht immer Slums. Ich habe für die Arbeiten im Internet recherchiert oder zum Teil auch in Büchern, aber ich war nicht dort. Darauf beziehen sich die Arbeiten auch: Darauf, dass wir nie an den Orten waren, wenn wir zu Bildern Geschichten entwickeln. Ich gebe im Internet bestimmte Suchbegriffe ein, recherchiere in allen möglichen Bilderdatenbanken und sammle mir raus, was ich brauchen kann. Bei etlichen handelt es sich um improvisierte Behausungen, aber manche sind auch Behausungen von Leuten, die sich nicht als minderbemittelt empfinden würden. Slum bezieht sich auf „improvisierte Behausungen” - das wäre vielleicht der korrektere Begriff dazu.

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The tension between the desire to communicate and the desire to escape communication – Schau ins Blau im Gespräch mit Christopher Magee

von Christopher Magee • Datum: 23. April 2010 • Ausgabe: 10.1 - Fremdheit

Schau ins Blau: A lonely guy is sitting in his apartment and waiting for his cell phone to ring. But it’s not a normal cell phone; it looks like the face of a woman who just went by right in front of his house. She was talking on this phone that looks like her when she ran into a guy talking on a phone that looked like him. It seems as if they had exchanged their phones. But in this moment the camera is zooming away from the two persons and up the building to the window and into the flat where the lonely guy is sitting and waiting for his phone to ring. What did happen in this strange moment? Is the guy, who is sitting in the flat, the same guy as the one who went by down on the street? And how did he get the woman-phone? Do they even know each other? Those questions arise right in the beginning of the video, and they are not answered, they seem to cause the confusion that is necessary to guarantee the openness of meanings of the video…?

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Josua Reichert: der Drucker auf Italienreise. Eine Ausstellung im Frankfurter Goethemuseum

von Tabea Krauß • Datum: 28. September 2009 • Ausgabe: 9.1 - Ethik und Ästhetik

Es ist der 28. August, Goethes Geburtstag. Im Frankfurter Goethehaus wird gefeiert. Auf dem Programm steht 20:00 Uhr – Konzert mit Goetheliedern, 21:30 Uhr – Eröffnung der Kabinett­ausstellung „Mit Goethe in Pompeji. Der Drucker Josua Reichert“. Wir sitzen im Goethehausgärtchen auf Plastikstühlen und warten Sekt trinkend auf den zweiten Programmpunkt. Josua Reichert und seine Frau sind mit dem Zug angereist. Er trägt ein hellgelbes Jackett, auf schwäbisch erzählt er von seinen Italienreisen und den neuesten Ausstellungsprojekten.

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Jackie Grinshtein im Gespräch mit Schau ins Blau

von Jackie Grinshtein • Datum: 28. Juli 2009 • Ausgabe: 9.1 - Ethik und Ästhetik

Schau ins Blau: How long have you been attending the School for Visual Theatre?

Jackie Grinshtein: For two years now.

Schau ins Blau: In which way did all the different impressions and encounters influence you and your work so far?

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16. Internationales Figurentheater-Festival 2009 – 15. bis 24. Mai 2009

von Dorothée Antos • Datum: 12. Mai 2009 • Ausgabe: 9.1 - Ethik und Ästhetik

30 Jahre - zum 16. Mal - gibt es nun das Figurentheater-Festival - allemal ein Grund zum Feiern!

Figurentheater also. Figurentheater?

Mit dieser Bezeichnung mag man zunächst nicht viel anfangen können. Mitunter befremdlich wirkt Figurentheater auf einige des Genres Unkundige. Figurentheater - hat das nicht irgendetwas mit Puppen zu tun? Puppentheater? Marionettentheater? Ja. Nein. Nicht ganz. Aber irgendwie doch. Ein kurzer Rückblick in die Geschichte des alle zwei Jahre  stattfindenden Internationalen Figurentheater-Festivals in Erlangen, Nürnberg, Fürth und Schwabach wird uns die Antworten vielleicht etwas näher bringen können.

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Sozial-integrative Projekte von Irene und Christine Hohenbüchler

von Christine und Irene Hohenbüchler • Datum: 13. Februar 2009 • Ausgabe:

Wir möchten unsere Arbeit mit einem Tagtraum vergleichen, in dem ästhetische Inhalte mit ethischen verbunden werden. Es geht um eine Utopie des „gemeinsamen Handelns” hin zu einer faireren Gesellschaft. Emanzipatorische Prozesse werden unterstützt und es soll zu mehr Gleichberechtigung zwischen den Individuen kommen. Diesen Weg verfolgen wir seit Jahren, wissen aber weder, wie er weitergehen noch wohin er uns führen wird. Er ist gekennzeichnet von persönlichen Lebensgeschichten und Erfahrungen.

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Christine & Irene Hohenbüchler
Pneumo, 2003
in Zusammenarbeit mit dem Institut für bildende Kunst, Akademie der bildenden Künste, Wien
Ausstellungsansicht
Akademie der bildenden Künste, Wien

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“It’s a total experiment, there are no limits”

von Rabih Mroué • Datum: 24. Januar 2009 • Ausgabe: 9.1 - Ethik und Ästhetik

Lebanese theatre-maker Rabih Mroué about Western Body Art, Lebanese history and the relationship between fiction and reality

During the symposium “Reality Strikes Back II - Tod der Repräsentation” in September 2008 in Düsseldorf Schau ins Blau talked to Lebanese theatre-maker Rabih Mroué. Together with his partner Lina Saneh he presented the performance „Who’s Afraid of Representation?” at the FFT (Forum Freies Theater). In this performance the artists are reflecting upon Western Body Art and violence in their home country Lebanon. Thereby they engage in questions of presentation and representation and scrutinise the construction of images in society.
The second performance we talked about was „How Nancy Wished That Everything Was an April Fool’s Joke”, a collage of the stories of different fighters in the Lebanese civil war, which was shown at Wiener Festwochen in May 2008.
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Line Hovens Liebe schaut weg und die Gegenwart der Vergangenheit

von Line Hoven • Datum: 11. September 2008 • Ausgabe: 8.1 - Phänomene der Gegenwart - Gegenwart als Phänomen

Manchmal ist es mehr die Vergangenheit als die Gegenwart, die einen fesselt, weil sie das Selbst innerhalb einer Geschichte verortet. Die Zeichnerin Line Hoven setzt sich in ihrer Diplomarbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg mit der Geschichte ihrer Eltern und Großeltern auseinender, in der die deutsche Familie Hoven auf die amerikanische Familie Lorey trifft, weil Reinhard und Charlotte sich ineinander verlieben und heiraten wollen. Die Familiengeschichte umspannt die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg bis in die siebziger Jahre und zeigt neben privater Familienchronik auch ein Stück Zeitgeschichte. Für den aufwendig in Schabkarton geritzten Comic, der bei Reprodukt erschienen ist, erhielt Line Hoven im Mai 2008 auf dem Comic-Salon Erlangen den ICOM-Preis in der Kategorie „Bester Independent Comic”.

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Comics heute

von Isabel Kreitz • Datum: 01. September 2008 • Ausgabe: 8.1 - Phänomene der Gegenwart - Gegenwart als Phänomen

Ein Interview mit Isabel Kreitz über literarische Vorlagen, filmisches Erzählen und das harte Brot des Comiczeichnens


© Carlsen Verlag GmbH, Hamburg 2008; Auszug aus: Isabel Kreitz: Die Sache mit Sorge - Stalins Spion in Tokio. Carlsen Comics, 2008, S. 36-45.

Schau ins Blau: Sie waren bei der Verleihung des Max und Moritz Preises 2008 in drei Kategorien nominiert. Bester deutschsprachiger Comic-Künstler, Bester deutschsprachiger Comic und Bester Comic für Kinder. Sie haben dann für Der 35. Mai. Als Comic den Preis für den besten Kinder-Comic bekommen. Denken Sie, dass Sie in der richtigen Kategorie gewonnen haben?

Isabel Kreitz: Das ist ja eine fiese Frage! Keine Ahnung, da kann ich mich nicht entscheiden. Ich bin froh, dass ich überhaupt einen Preis bekommen habe und dass ich neben meinen beiden Kollegen Anke Feuchtenberger und Reinhard Kleist auf dem Sofa sitzen durfte. Das fühlte sich alles sehr gut an.

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Inseln versenken

von Iris Adam • Datum: 01. September 2008 • Ausgabe: 8.1 - Phänomene der Gegenwart - Gegenwart als Phänomen

Die blaue Nacht in Nürnberg dient nicht allein der Unterhaltung, sondern fungiert stets auch als Plattform für zeitgenössische Kunst. Wie die Jahre zuvor, fand auch diesmal im Vorfeld ein Kunstwettbewerb statt, der Schaffenden aus dem In- und Ausland die Möglichkeit gab, ihre Projekte vorzustellen. Aus hundert Beiträgen wurden zwölf Performance-, Lichtkunst-, Musik- und Theaterprojekte ausgewählt, denen die Realisierung im besonderen Rahmen dieses Großevents ermöglicht wurde. An „kunstfremden” Orten wie den Innenhöfen von Gewerkschaftshäusern und Arbeitsämtern, an Straßenecken und anderen ungewöhnlichen Plätzen stellten die jungen Künstler ihre Konzeptionen vor, die sich alle um das Thema „Insel” drehten, das Motto, unter dem die blaue Nacht dieses Jahr stand.

Das Künstlerduo Marc Westermann und Jörg Rost, hatte sich für ihre Performance „Inseln versenken”, das erste Mal zusammengetan. Ihnen wurde ein besonders geschichtsträchtiger Ort für die Umsetzung zugewiesen - der alte Rathaussaal.

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