Die Musik, eine Mutter und eine Tochter stehen im Vordergrund von Anna Enquists neuem Roman „Kontrapunkt”. Wie die Aria aus Bachs Goldberg-Variationen, so ist auch dieses Buch „ein ruhiges, tragisches Lied”. Auf dem Cover sieht man eine Hand, noch in Bewegung, über einer dunklen Wasseroberfläche, auf der sie sich spiegelt. Das Bild strahlt die Stille aus, von der die Geschichte handelt, sowie die Verlorenheit der Mutter: „Ob auch die Stille Musik war, wusste sie noch nicht so recht.” Die spiegelnde Wasseroberfläche erscheint wie eine Grenze, die man nicht durchdringen kann. Für die Mutter liegt dahinter die Vergangenheit, die sie nicht an den „Würgegriff” der Zeit verlieren möchte. Und ihre Tochter. Die Hand auf dem Bild ist klein, vielleicht eine Kinderhand - wie die der Tochter, die, so macht die Bewegung glauben, sich entzieht.
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