von Colin Heller
Die trostlose Nacht
hat ihre Zähne
in der Stadt ausgeschlagen.
Neon tropft
von den Dächern,
und irgendwo
schmeckt die Süße
plötzlich bitter.
Doch zwischen
gläserneren Herzen,
kalten Spiegeln
und all den Stimmen,
die uns verklickern,
wer wir sein sollen,
bricht etwas auf.
Ein Riss im Beton.
Darin:
Rot. Blau. Violett.
Viele Farben,
ein gemeinsames Leuchten.
Eine Hand findet die andere,
aus Schweigen werden Stimmen.
Vielleicht
Ist die Hoffnung nur
ein kleiner Funke am Himmelszelt.
Doch aus einem
Werden viele.
Wir gehen.
Nicht mehr schneller.
Nicht mehr höher.
Nicht mehr.
Miteinander.
Und über uns
Beginnt der Himmel
Zu leuchten.
Der Morgen ist da.
