Magazin für Literatur, Kunst und Wissenschaft

schauinsblau

© Michael Jordan

Kritik - Textfieber

2020 ist vorbei. Zwar bleiben uns die Sorgenerreger des letzten Jahres wohl noch eine ganze Weile treu, doch soll 21 auch Neustart bedeuten. Im Bereich Kritik dient dieser etwas andere Jahresrückblick als Startschuss für die Reihe Textfieberweiterlesen

Der Roman von Powers ist ein hochgradig experimenteller Text, der zugleich eminent lesbar ist. Er verbindet sprachlich-ästhetische Virtuosität… weiterlesen

Podcast

mit dem Schriftsteller Thomas Lehr 

Literatur - Veröffentlichung

Lyrik von Nicole Eidinger

ich hab mich gefunden

und zwar dort… weiterlesen

Essay - Wissenschaft

Johannes Queck über Ritual und Diskurs im Kontext von Literatur und Engagement

Der Begriff des Rituals hat einen rückständigen Beigeschmack. Gemeinhin werden damit heute eher ethnologische Studien zu traditionalen Gesellschaften in Verbindung gebracht als das Leben des modernen Menschen… weiterlesen

Interview - Theater

Thomas Köck zum politischen Schreiben für das Theater

Thomas Köck wird mit seinen mehrfach ausgezeichneten Theatertexten als politischer Autor diskutiert und dabei zugleich für seinen virtuos-poetischen Sprachgebrauch gelobt. Die Praxis der Kunst als politisches Mittel… weiterlesen

Literatur - Veröffentlichung

von Jasmin Wieland

Monkey see, monkey do (I don’t know why)

Rather be dead than cool (I don’t know why)

Every line ends in rhyme (I don’t know why)

Less is more, love is blind… weiterlesen

Kritik - Musik

ADRENOCHROM  – das neue Album der Antilopen Gang

Der pandemiegeplagte Sommer voller geplatzter Konzerte und ausgefallener Festivals bereitete Künstler*innen der Musikszene unvergleichliche Schwierigkeiten. Doch anstatt sich passiv dem Selbstmitleid hinzugeben, erreichte die Düsseldorfer Hip-Hop-Band Antilopen Gang mit ihrem zweiten 2020er Album namens Adrenochrom den Gipfel… weiterlesen

© JKP/WM Germany

Kritik - Film

Sacha Baron Cohens Borat Subsequent Moviefilm

An der Figur des Borat scheiden sich die Geister. 15 Jahre sind vergangen seit der erste Teil seine Zuschauer*innen mit seiner satirischen Bissigkeit geschockt… weiterlesen

Zeitgeschehen

„Der ist nicht fremd, wer teilzunehmen weiß“

von Stephanie Waldow

Gerade die ausdifferenzierte und transnationale Gesellschaft scheint das Ritual als Möglichkeit eines kollektiven wie individuellen Sinnstiftungsprozesses wieder zu entdecken. Dabei sind Rituale offenbar ein wichtiges Element des Zusammenlebens und zeichnen sich durch immer wiederkehrende Abläufe aus. Es gibt sie in allen Kulturen; sie sind oft identitätsstiftend und tragen so zur Stabilisierung einer Gesellschaft oder Gruppe bei. Folgt man dem Ethnologen und Soziologen Emile Durkheim, sind sie aus dem menschlichen Grundbedürfnis nach Gemeinschaft entstanden. Meist haben sie symbolischen Gehalt, stärken Identität und Selbstbewusstsein, geben Sicherheit und können bei der Bewältigung von Krisen helfen.

Wenn nun das Ritual eine Form von Zugehörigkeit ausdrückt, wie verhält es sich dann mit dem Ritual in transkulturellen Gesellschaften, wie wirkt sich die Begegnung zwischen Fremd und Eigen auf die Praxis des Rituals aus? Entstehen neue Ausprägungen der Rituale, werden diese vor dem Hintergrund des Fremden reflektiert oder neu geformt? Und liegt diese Reflexion nicht sogar in der Verantwortung jedes Einzelnen, der ein Ritual ausübt? Denn ohne diese Reflexion besteht die Gefahr von starrer Regelhaftigkeit und normativer Gewalt. Eine Kehrseite des Rituals, die immer mitgedacht werden muss, denn anhand von Ritualen können sich nicht selten auch Machtdemonstrationen, Unterdrückung und Ausgrenzung artikulieren. So gesehen hat das Ritual auch eine große politische Bedeutsamkeit; die Teilhabe an bestimmten Ritualen entscheidet darüber, wer zu einer Gesellschaft oder kulturellen Gemeinschaft dazugehört und wer nicht.

Ein wichtiges Element des Rituals ist darüber hinaus seine Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit und nicht zuletzt seine Ästhetik. Rituale sind Inszenierungen, Performances, brauchen Akteure, oft auch das Publikum. Sie folgen einer bestimmten Choreographie, an der sich Personen direkt oder als Zuschauer*innen beteiligen, so gesehen sind sie kulturelle Aufführungen. Eine zentrale Rolle spielt häufig die sprachliche Ausgestaltung dieser Aufführungspraktiken, denn sprachliche Äußerungen haben im Kontext von Ritualen häufig einen performativen Charakter. Inwiefern können aber auch Texte die Funktion von Ritualspeichern übernehmen und welchen Anteil haben sie dann an den Erinnerungskulturen und schließlich, kann vielleicht auch der Akt des Schreibens als eine Form des Rituals verstanden werden und somit als eine Form des ‚eingreifenden Denkens‘? Wo sind die Grenzen zwischen Kult und Ritual zu ziehen und vor allem welche Rolle spielen die Künste, die Literatur und das Theater bei der Inszenierung, Reflexion und Speicherung von Ritualen?

Interview - Literatur

 
 
 
Zu Ihrem Repertoire gehören Prosa, Lyrik, aber auch Hörspiele. Ihre Werke überschreiten dabei häufig Gattungsgrenzen… weiterlesen

Interview - Theater

 
Rimini Protokoll” nennt sich das Berliner Label, das Stefan Kaegi zusammen mit Helgard Haug und Daniel Wetzel im Jahr 2000 gegründet hat. Ziel des Regietrios…

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Interview - Film

 
Ihr Filmdebüt Das melancholische Mädchen wurde im Feuilleton fast durchweg wohlwollend besprochen…

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Interview - Wissenschaft

 
schauinsblau hat Harald zu einem Interview in der Sternwarte in München getroffen, um über Moral und Ethik, Metaphern und Wahrheitsanspruch in der Astrophysik zu sprechen… weiterlesen