Figuren in Bewegung – Philosophie und Kunst

Figuren in Bewegung – Philosophie und Kunst

Ein Gespräch mit dem Künstler Nicolas Constantin Romanacci

von Stephanie Siegl

schauinsblau: Im vergangenen Jahr sind systemrelevante Berufe in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Wie steht es Ihrer Meinung nach um die Systemrelevanz von Kunst?

Nicolas Constantin Romanacci: Kunst erlangt Relevanz, wenn sie als eigenständige Form des Selbst-, Fremd- und Weltverstehens, bzw. der Welterzeugung begriffen wird und sie, so verstanden, Bedeutung, Orientierung und Identitätsbildung generiert, nicht zuletzt, um bei Bewahrung ihrer genuinen Weltoffenheit das Fundament für eine widerständige Haltung gegenüber ideologischer Vereinnahmung anzulegen, sowohl bei den Praktizierenden als auch beim Publikum.

Wirksam wird Kunst maßgeblich über das Phänomen des Ausdrucks, welches durch metaphorischen Transfer auf bemerkenswert einzigartige Weise kognitive und emotionale Vermögen und Weltbezüge des Menschen verbindet. Dabei spielen insbesondere auch nonverbale Verstehensoperationen eine entscheidende Rolle.

Derartig zwischen Kognition und Emotion vermittelnd, kann Kunst als komplexe, bedeutungsvolle Bereicherung in die Leerstellen und das Unbehagen hineinwirken, die die inhumanen Auswüchse von Rationalisierungsprozessen hinterlassen. Darüber hinaus kann Kunst auch alternative Sinnfindungsangebote bereitstellen. Beispielsweise, wenn man den Prozess der Selbstrelativierung beim explorativen Experimentieren auch als philosophisch begründbare spirituelle Praxis begreift [1].

Eher hinderlich für eine derartige, „kognitivistische“ Auffassung von Kunst sind dagegen diverse Formen der Instrumentalisierung von Kunst, etwa wenn man sie als Statussymbol, intellektuellen Spielball oder lediglich als wirtschaftlich verwertbares Objekt einer Konsumgesellschaft missbraucht. Wenn nun „systemrelevant“ möglicherweise am Ende doch nur „von unmittelbarem, letztlich wirtschaftlichem Nutzen“ meint, dann hat Kunst als komplexe, kognitiv-emotionale, voraussetzungsreiche Verstehensform in einem solchen System keine Relevanz.

Als eigenständige Verstehensform sollte der Kunst in unserem Bildungssystem mehr Raum gegeben werden [2]. Neben anderen Bestrebungen, Kunst mehr Relevanz zu verleihen, hat die Philosophie aus erkenntnistheoretischer Perspektive Grundlagen geschaffen, um der Kunst eine entscheidende Rolle in einer zukünftigen, durch ästhetische Bildung mit geprägten und gestalteten, menschenwürdigeren Welt zu geben. So verbleibe ich, trotz der kritischen Urteile einer nüchternen Gegenwartsanalyse, dennoch und durchaus positiv gestimmt angesichts der wegweisenden Revisionen und Fortschritte seitens der Erkenntnistheorie, die der Kunst die ihr gebührende Relevanz aus guten Gründen zuerkennt.

schauinsblau: Die Corona Pandemie hat die Kunst- und Kulturszene hart getroffen. Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf Ihre eigene künstlerische Tätigkeit? Haben Sie, bedingt durch die Pandemie, auch neue ästhetische Formate entwickelt?

Nicolas Constantin Romanacci: Die Coronalage führte zunächst zu einer Verschiebung auf unbestimmte Zeit hinsichtlich eines für den Herbst, anlässlich eines runden Geburtstages, geplanten Buchprojektes. Im klassischen Buchdruck auf einem Heidelberger Tiegel, zuzüglich Faksimile der Typoskripte (erstellt mit einer Olivetti Lettera 22, inklusive handschriftlicher Notizen) und der handschriftlichen Notizbuchoriginale war die Umsetzung über die Druckerei und den Verlag Dürr in München geplant.

Vielschichtige Auswirkungen hatte die Coronalage auf meine aktuelle Kompositionspraxis, die auf Experimenten mit einem elektroakustischen „Modularen System“ beruht. Aus persönlicher Perspektive hat sich in diesem Zusammenhang tatsächlich ein substantieller Schritt auf formaler Ebene ergeben, insofern hervorzuheben, da die wirkliche Entwicklung eines neuen ästhetischen Formates sich oftmals in Zeiträumen bewegt, die Jahrzehnte umfassen. Die kompositorische Praxis steht dabei in einem engen Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt an der TU München, für das ursprünglich eine bildwissenschaftliche Begleitung meinerseits angefragt wurde, was sich dann zu einer sehr bereichernden künstlerischen Zusammenarbeit ausgeweitet hat.

Abbildung: „Modular System“ (zentrales „Rack“, ohne externe Geräte, ohne Patchkabel)

Ein Modulares System setzt sich zusammen aus frei kombinierbaren Modulen zur elektronischen Klang- bzw. Signalerzeugung. Einer der Reize an einem derartigen System ist nicht nur die Möglichkeit zur freien Kombination aus einer schier unüberschaubaren Auswahl an Modulherstellern und Funktionalität der Module, sondern darüber hinaus insbesondere die faszinierende und erstaunliche Möglichkeit, die Rollen der jeweiligen elektrischen Signale frei zu wechseln zwischen hörbarem Element und Modulationsquelle, da alle Signale ihrer Natur nach grundsätzlich gleichartige elektrische Spannungen sind. So kann man beispielsweise den „Envelope“ eines aufgenommenen Klanges / Samples seine sogenannte „Hüllkurve“, abgreifen und diese dann verwenden, um andere Elemente, wie etwa Parameter des „Erbe-Verbs“, einem steuerbaren Reverb, zu modulieren. Darüber hinaus kann das Modul „Erbe-Verb“ dann wiederum die Parameter des Samples in verschiedenster Weise verändern. So entsteht ein System aus komplexen Wechselwirkungen: Figuren in Bewegung!

Durch die besondere Form des Zusammenspiels zwischen den verschiedenen Elementen in einem Modularen System erweitert sich dieser Ansatz um eine radikal neue Dimension. Über Mehrstimmigkeit und Ambiguität hinausgehend, geht es um die Etablierung sehr speziell gearteter Strukturen, in deren Verlauf musikalisch bedeutungstragende Elemente wechselwirksam ihre Rollen verändern können.

Die geplanten, begehbaren Installationen auf dem Universitätsgelände der TU München und im öffentlichen Raum Münchens umfassen klangliche Elemente, wir hoffen, dass die Umsetzung im Herbst irgendwie machbar sein wird. Auch die für die Landesgartenschau geplanten Klanginstallationen können voraussichtlich im nächsten Jahr, unabhängig von der Gartenschau, realisiert werden.

schauinsblau: Viele Ihrer Werke stehen unter dem Kernmotiv „figures in movement“. Was bedeutet dieses Motiv für Sie? Woher kommt Ihre Faszination für Bewegungen, Bilderzeugung und Kompositionsprozesse?

Nicolas Constantin Romanacci: Das Kernmotiv „figures in movement“ umfasst verschiedene Bereiche und deren Verbindungen: menschliches Handeln, formale Strukturen und Denkbewegungen. Meine Beschäftigung mit Bewegung, Bilderzeugung und Kompositionsprozessen lief lange Jahre, sogar Jahrzehnte weitgehend parallel, bevor erst mit der interaktiven Installation „Variations IX“ (2015) einer audio-visuellen Komposition, die verschiedenen Aspekte vollends zusammenfanden wie unter einem Brennglas. [3]

Erst rückwirkend begriff ich „Variations IX“ zunehmend als Experimentalsystem, als konkrete Basis, von der aus, wie eine Art Prisma ausstrahlend, sich das Kernmotiv „figures in movement“ bewusst herausdestillierte und sich über seine vielfältig schillernden Facetten und Gewichtungen sehr unterschiedliche Folgeprojekte entfalten ließen, die bei aller genuinen Eigenständigkeit dennoch, über dieses Kernmotiv vermittelt, komplexe Verbindungen aufweisen.

Abbildung: Variations IX – Performance

Wenn es auch Jahrzehnte gedauert hat, bis Akustisches, Motorisches und Visuelles auf diesem langen Weg zusammenfanden, so lässt sich doch ein ganz konkreter, kurzer Moment im Jahr 1999 hervorheben, bei denen Bewegung und Bildgestaltung wörtlich auf einen Schlag, bzw. im Zuge dreier „strokes“, erstmalig aufeinandertrafen und zusammenwirkten. Die mit geschlossenen Augen vollzogenen „three strokes“ der gleichnamigen frei kalligrafischen Arbeit durchtrennten förmlich wie ein Schwerthieb, da ganz konkret an Aikidobewegungen orientiert, die imaginäre Barriere zwischen den für mich lange Zeit nicht nur getrennten, sondern auch gegensätzlichen Welten von Bewegung und Kunst.

schauinsblau: In „girl descending a staircase“ wird ein Originalvideo durch zufällig veränderte Kopien der einzelnen Frames transformiert. Welche Rolle spielt der Zufall in ihren Werken?

Nicolas Constantin Romanacci: Auf den Aspekt „Zufall“ stieß ich zuerst im Zuge meiner sehr intensiven Beschäftigung mit John Cage. Besonders die Gespräche zwischen Cage und Daniel Charles, herausgegeben unter dem schönen Titel „Für die Vögel“, waren hier sehr bereichernd. Persönliche Bedeutung erlangte dieser Aspekt anfangs erst einmal in Bezug auf die von Cage beschriebenen Erfahrungen mit dem Zen-Buddhismus, was die Haltung des Annehmens von nicht-kontrollierbaren Ereignissen betrifft. Cages radikaler und wegweisender Schritt, den Zufall in die musikalische Praxis miteinzubeziehen, mit nicht zu unterschätzenden Folgen – nicht nur für die Musik, sondern auch für die Entwicklung der Medienkunst – fanden lange Zeit kein direktes Echo in meiner musikalischen Praxis, da ich weder einen Weg sah, noch das Bedürfnis verspürte, hier die Prägung durch den Anspruch an Präzision und Perfektion, wie sie beim klassischen Gitarre spielen zur Geltung kommt, um den Aspekt Zufall zu erweitern, oder meine Kompositionspraxis radikal zu ändern.

Auch hier brachte die freie Kalligrafie den entscheidenden Schritt, um die Bemühungen um Präzision bei der Ausführung einer Bewegung, speziell hinsichtlich der in gewisser Weise „absichtslosen“ oder anders formuliert: „druckfreien“ Durchführung zu verbinden mit den zufälligen, aber beabsichtigten Artefakten der verwendeten Tusche und des Zeichen-Werkzeuges.

Bei der von Ihnen angesprochenen Arbeit „girl descending a staircase“ wird der Zufall wirksam über das Phänomen der „Glitches“, das sind vorgefundene oder erzeugte Fehler in Programmen. Diesen genuin medienkritischen, zeitgenössischen Ansatz begegnete ich im Rahmen meines Media Art (Histories) Masters in Krems. Dort entwickelte sich eine tiefe Freundschaft mit John Cates, der von Chicago ausgehend einige Bedeutung in der „Glitch-Szene“ erlangt hatte. Wir nahmen dann gemeinsam an einer Gruppenausstellung im Museumsviertel Wien teil. Als zeitgenössisches Mittel, über die „Glitches“ wirksam werdend, gab diese Variation des Aspektes Zufall den Anlass, diese Interpretation von Duchamps „Nude descending a Staircase“ umzusetzen, allerdings ausdrücklich über diverse Bezüge abgefedert, insbesondere eine humorvolle, entsprechend selbstironische Leichtigkeit betonend, als Hommage in dieser Form jedenfalls eine Ausnahme. Primär ist die Arbeit ein Portrait von meiner Frau.

Eine sehr spezifische Rolle spielt der Zufall in meiner aktuellen Kompositionspraxis mit dem elektroakustischen „Modular System“ Ganz konkret kommen hier Zufallsoperationen zum Einsatz, über das Modul von Make Noise mit dem wunderbaren Namen „Wogglebug“, das diverse Arten von Zufallsspannungen erzeugt, die entweder als „noise“ hörbar oder wirksam werden als Steuerspannungen für verschiedenste Parameter, z.B. auf klanglicher Ebene oder um andere Kontrollspannungen zu manipulieren. Das Make Noise Modul „Wogglebug“ ist inspiriert von Vorgängerversionen Grant Richters von Wiard, alle Versionen wiederum basieren auf den Modulen 265 / 266 des wegweisenden Synthese Pioniers Buchla, mit dem sprechenden Namen: „Source of Uncertainty“.

schauinsblau: Seit 2015 leiten Sie die Reihe „Philosophie und Kunst“ im Zentrum für Gegenwartskunst in Augsburg. Was fasziniert Sie an diesem Zusammenhang. Ist Kunst Philosophie und umgekehrt?

Nicolas Constantin Romanacci: Bei aller philosophischen Neigung zur differenzierenden Abwägung, dazu eingangs ein entsprechend bewusst pointiertes, ausdrückliches: Nein!

Zeitgenössische Philosophie, jedenfalls die der analytischen Tradition verpflichtete, sieht ihre zentrale Aufgabe in der Begriffsklärung, die sich zwar ausdrücklich auch mit der Analyse von nonverbalen Verstehensoperationen befasst, wie sie exemplarisch durch Kunst praktiziert werden, aber eben nicht von der Philosophie. Umgekehrt sollten die genuinen Ausdrucksmittel der Kunst, die in herausragender Weise nonverbale Bezugnahme voraussetzen und wirksam werden lassen, nicht auf sprachliche Aussagen reduziert werden, auch nicht philosophischen Ursprungs. Mit rein philosophischen Mitteln lässt sich auch bezüglich der vielfältigen Aspekte und Details kein Werk interpretieren.

Eine sinnvolle Beziehung zwischen Philosophie und Kunst sehe ich demnach so: Kunst bringt mit den ihr ganz eigenen Mitteln zum Ausdruck, was im besten Fall von philosophischer Relevanz ist, die Philosophie argumentiert in diesem Sinn auch, wie oben schon ausgeführt, für die Relevanz von Kunst als Erkenntnisform.

Selbstverständlich kann und sollte sich wiederum Kunst von Philosophie inspirieren lassen, aber man sollte dabei nie der Versuchung erliegen, Kunst zur bloßen Illustration philosophischer Positionen zu instrumentalisieren.

schauinsblau: Die momentan geplante und von vielen Seiten kritisierte Hochschulgesetzesreform fordert einen anwendungsorientierten Nutzen von Forschung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie selbst argumentieren in Ihrem Beitrag „Experimentieren als Forschung in Wissenschaft und Kunst“ [4] für das künstlerisch explorative Experimentieren als wissenschaftliche Forschung. Was genau meinen Sie damit? Läuft Kunst Gefahr rationalisiert zu werden?

Nicolas Constantin Romanacci: Die bisherige Erfolgsgeschichte der modernen Universitäten, gerade auch hinsichtlich dem langfristigen (!) wirtschaftlichen Nutzen, gründet ja maßgeblich auf der Einsicht, dass die komplexe Befähigung zur Forschung bezüglich Haltung und Praxis ausdrücklich eine Distanz zur Anwendungsorientierung voraussetzt, um zukunftsweisend Grundlagen zu schaffen für eine spätere, aktuell nicht absehbare Anwendung. Die geplante und zum Glück zumindest vorübergehend zurückgestellte Hochschulgesetzreform birgt mit ihrer Umorientierung hin zu einer viel zu kurz gegriffenen wirtschaftlichen Nutzbarmachung einen hochgefährlichen, weiteren Schritt einer problematischen Verwirtschaftlichung von Forschungsprozessen, was in der Summe nicht nur der Forschung und Lehre dramatischen Schaden zufügen wird, sondern, mit tragischer Ironie, langfristig gerade auch der Wirtschaft!

Eine vergleichbare Gefahr droht der Kunst durch eine problematische Auffassung davon, was „künstlerische Forschung“ zu bedeuten hat. Statt diesen Begriff so zu verstehen, dass damit eine Aufwertung der Kunst hinsichtlich ihrer Rolle als eigenständige Verstehensform, neben den anderen Wissenschaften, gemeint ist, findet teils eine hochproblematische, falsch verstandene Rationalisierung von Kunst statt, die sie ihrer genuinen Mittel und Wirkung beraubt. Ausdrücklich setze ich künstlerische Forschung nicht mit wissenschaftlicher gleich, vielmehr warne ich explizit vor den gefährlichen Folgen einer derartigen Gleichsetzung! Ein solcher Irrglaube und Irrweg führen lediglich zu einem grauenhaften Gemisch aus pubertärer Pseudo-Wissenschaft und peinlicher Pseudo-Kunst.

[1] Romanacci, Nicolas Constantin (2016): Experimentieren, Fremderfahrung, Selbstrelativierung – Eine philosophische Untersuchung in Bezugnahme auf eine sprachanalytisch-anthropologische Studie von Ernst Tugendhat und Nelson Goodman’s Symbol- und Erkenntnistheorie in: Fitzner, Werner (HG:),(2016): Kunst und Fremderfahrung. Bielefeld: transcript, S. 119-140.

[2] Romanacci, Nicolas Constantin (2009): »possession plus reference« – Nelson Goodmans Begriff der Exemplifikation. Angewandt auf eine Untersuchung von Beziehungen zwischen Kognition, Kreativität, Jugendkultur und Bildung. In: KODIKAS / CODE Ars Semeiotica, An International Journal of Semiotics, Volume 32 (2009), No, 1-2, Themenheft / special issue, Zeichenmaterialität, Körpersinn und (sub-) kulturelle Identität. Hrsg.: Ernest W.B. Hess-Lüttich, Eva Kimminich, Klaus Sachs-Hombach und Karin Wenz Gunter Narr Verlag Tübingen, S. 35-46.

[3] Die Installation lief im zentralen Korridor des „tim“, dem Staatlichen Textil und Industriemuseum, Augsburg, über einen Zeitraum von 6 Monaten, siehe dazu den Begleittext im Katalog von Direktor Karl Borromäus Murr: Murr, Karl Borromäus (2015): Nicolas Constantin, Variations IX. München [Hirmer], Katalog »Kunst I Stoff«, S. 34-39.

[4] In: LaborARTorium – Forschung im Denkraum zwischen Wissenschaft und Kunst. Eine Methodenreflexion, hrsg. von Anna-Sophie Jürgens und Tassilo Tesche, [transcript], 2015, S. 73-89.

Nicolas Constantin Romanacci arbeitet in den Bereichen Komposition, Philosophie und Medienkunst und ist im Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft für den Bereich Artistic Research. Er ist Doktorand an der Eberhard Karls Universität Tübingen, forscht zu Experimentalsystemen in Wissenschaft und Kunst auf Grundlage der Symbol- und Erkenntnistheorie Nelson Goodmans. Seit 2015 veranstaltet und leitet er die Reihe Philosophie und Kunst im H2 – Zentrum für Gegenwartskunst, Augsburg. Seine musikalischen Ambitionen umfassen Kompositionen für klassische Gitarre,  experimentelle elektroakustische Klangforschung und seit 2020 Klangstudien und philosophische Untersuchungen im Rahmen eines Forschungsprojektes an der TU München.