(Un-)Ruhe #2 Ströme / Spotify Premium

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von Jona Kron

Irgend­wo zwi­schen den höchs­ten Höhen, den tiefs­ten Tie­fen und den klars­ten Mit­ten trei­be ich dahin. Ein schlaf­fer Kör­per dem Spiel der Gezei­ten ver­trau­ens­voll über­ge­ben. Zar­te Näs­se ver­wischt die Kon­tu­ren, dringt ein bis zum tiefs­ten Kern mei­nes Selbst, wo sich bei­de anein­an­der schmie­gen und begin­nen in Ein­klang zu sum­men. Wie Flut und Ebbe kom­men, ver­wei­len und zie­hen wir wei­ter. Sehn­sucht treibt uns an frem­de Ufer, Heim­weh zurück in die Häfen ver­trau­ter Gewäs­ser. Längst haben wir die Ein­tö­nig­keit des Fest­lands ver­stum­men las­sen, begin­nen statt­des­sen unge­ahn­te Schät­ze zu ber­gen von den Klip­pen und Strän­den die­ser Welt. Mit jedem Mal, dass wir an ihnen abpral­len, über ihnen ein­bre­chen, ein Stück Stein, ein Sand­korn mehr, das wir mit uns fort­tra­gen, ver­ein­nah­men, ver­in­ner­li­chen. Man­che Küs­ten aber sind weni­ger ergie­big. Ist der Fels zu glatt bleibt nichts hän­gen. Ist der Sand, wie gera­de, abge­tra­gen von einem Ort, an dem wir schon waren, spu­cken wir ihn schnell und ange­wi­dert wie­der aus.

Ekel kommt in mir hoch.

Ein Gefühl wie Gal­le, die mir die Atem­we­ge blo­ckiert. Was soll das?!

Eine lei­se Ahnung, die lau­ter und lau­ter und zur Gewiss­heit wird:

Es ist Furcht, die mich hin­un­ter zieht, tie­fer und tiefer

Bis sie es mir aus­buch­sta­biert hat

in den klars­ten Lettern:

DU VERSCHWENDEST DEINE–

NEIN!

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Ich bin gestran­det. Ich höre Wel­len, aber kann sie nicht spüren.

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Dis­so­nanz, alles falsch! Ich will hier nicht sein!

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Ich will hier wirk­lich nicht allei­ne sein!

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Slow down! You get 6 skips per-

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Über­all nur Großstadtwüste!

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Ich sehe mei­ne Wände…

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Slow down! You –

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[S*i*]