“Ich glaube an sehr wenig.”

“Ich glaube an sehr wenig.”

Ein Gespräch mit der Schriftstellerin Zsuzsa Bánk

von Vera Podskalsky

Der Begriff „Freund­schafts­kult“ wird meist im Zusam­men­hang mit Lite­ra­tur des 18. Jahr­hun­derts ver­wen­det. Zsuz­sa Bánk beweist jedoch mit der Beschrei­bung einer Drei­er­freund­schaft in ihrem Roman Die hel­len Tage (2011), dass die lite­ra­ri­sche Behand­lung die­ser The­ma­tik zeit­los bleibt. Aber wie müs­sen zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen eigent­lich beschaf­fen sein, um funk­tio­nie­ren zu kön­nen und kön­nen wir ein Funk­tio­nie­ren über­haupt beein­flus­sen? Unter ande­rem über die­se Fra­gen sprach Schau ins Blau anläss­lich des Erlan­ger Poe­ten­fes­tes mit der Autorin, deren Figu­ren ihre Freund­schafts­ge­schich­ten fast selbst geschrie­ben zu haben scheinen.

SCHAU INS BLAU: Frau Bánk, in Ihrem Roman Die hel­len Tage beschrei­ben Sie eine Freund­schaft zwi­schen drei Men­schen, die alle durch trau­ma­ti­sche Erfah­run­gen in ihrer Kind­heit gezeich­net sind und in deren Lebens­we­gen der Umgang damit eine gro­ße Rol­le spielt. Glau­ben Sie, es gibt gewis­se Grund­kon­stan­ten, die in jedem mensch­li­chen Leben vor­kom­men, die jedes mensch­li­che Leben prägen?

ZSUZSA BÁNK: Ja, Grund­kon­stan­ten gibt es sicher: Lie­be, Ent­täu­schung, Freund­schaft. Die gro­ßen The­men und das, was dazu­ge­hört. Außer­dem Krank­heit, Tod, Schick­sals­schlä­ge. Im Prin­zip hat man immer die­sen Wech­sel von hell und dun­kel. Die Sehn­sucht nach etwas Bes­se­rem, die die­se Figu­ren antreibt. Sie blei­ben wei­ter so enga­giert und hof­fen auf ein bes­se­res Leben für sich und hören nicht auf und wer­den nicht müde. Zum Bei­spiel Karl, der sein gan­zes Leben sei­nen ver­lo­re­nen Bru­der sucht. Das ist, glau­be ich, so eine Grund­kon­stan­te: immer in Bewe­gung blei­ben, immer auf der Suche zu sein. Ich glau­be, das hört erst sehr spät auf oder viel­leicht auch gar nicht.

SCHAU INS BLAU: Jetzt haben Sie eben schon Schick­sals­schlä­ge genannt. Schick­sal ist ein gro­ßes The­ma des Romans und in einem Inter­view mit Ihrem Lek­tor Jür­gen Hose­mann1 haben Sie erwähnt, dass nicht ein­mal Sie als Autorin Macht über den Lebens­weg Ihrer Figu­ren haben. Wie erfolgt der Pro­zess, in dem die Figu­ren Ent­wick­lun­gen voll­zie­hen, die Sie nicht mehr beein­flus­sen können?

ZSUZSA BÁNK: Ich könn­te natür­lich sagen: Nein, das pas­siert Karl jetzt nicht. Ich könn­te natür­lich jetzt nach 200 Sei­ten den Bru­der auf­tau­chen las­sen und dann wäre die Geschich­te eine ganz ande­re. Aber es gibt eine gewis­se Logik der Figu­ren, es gibt eine gewis­se Kon­se­quenz der Geschich­te. Die Figu­ren sind ange­legt, bestimm­te Din­ge sind ihnen wider­fah­ren, dann kann ich ihnen nicht mehr alles andich­ten und dann kann auch nicht mehr alles pas­sie­ren. Es gibt ja eine Ent­wick­lung über so eine lan­ge Zeit, über so vie­le Kapi­tel. Auf die­sen ange­leg­ten Wegen muss es dann auch so wei­ter­lau­fen, damit die inne­re Logik der Geschich­te gege­ben ist.

SCHAU INS BLAU: Und im rea­len Leben: Glau­ben Sie, dass der Mensch gar kei­nen Ein­fluss hat auf Wen­de­punk­te in sei­nem Leben, dass er qua­si durch eine höhe­re Macht deter­mi­niert ist?

ZSUZSA BÁNK: Was ich glau­be? (Pau­se) Ich glau­be an sehr wenig. Ich fra­ge mich: War­um muss jetzt eine Freun­din, die 42 Jah­re alt ist, an Krebs ster­ben? Ist das nur ein dum­mer Zufall der Medi­zin oder Gene­tik oder gibt es da wirk­lich etwas, das unser Schick­sal bestimmt und fügt? Also viel­leicht gar nicht mal ihr Schick­sal, son­dern viel­mehr das der Hin­ter­blie­be­nen, die den Schick­sals­schlag aus­hal­ten müs­sen. Ich den­ke schon, dass wir unser Leben nur bis zu einem gewis­sen Grad bestim­men kön­nen und dann kommt eben etwas dazwi­schen, was mit Krank­heit und Tod oder sonst etwas zu tun hat, mit Din­gen, die wir nicht beein­flus­sen kön­nen. „Jeder ist sei­nes Glü­ckes Schmied“, das glau­be ich nicht. Ich bin zwar auch kein beson­ders ängst­li­cher oder depres­si­ver Mensch, ganz im Gegen­teil, aber ich den­ke trotz­dem, dass wir unser Leben nur bis zu einem bestimm­ten Grad im Griff haben. In unse­rem Leben, so wie es ange­legt ist, haben wir wahr­schein­lich vie­le Mög­lich­kei­ten, uns zu ent­schei­den und Din­ge auch zu beein­flus­sen, aber das ganz „Gro­ße“, ich glau­be nicht, dass wir das beein­flus­sen können.

SCHAU INS BLAU: Jetzt kom­po­nie­ren Sie Ihren Roman ja bewusst so, dass bestimm­te Zei­chen oder Meta­phern im Lau­fe des Romans immer mehr Bedeu­tun­gen erhal­ten. Sind Sie der Mei­nung, dass es im wirk­li­chen Leben so etwas wie vor­aus­deu­ten­de Zei­chen gibt oder geben wir ihnen ihre Bedeu­tung viel­leicht erst im Nach­hin­ein in unse­rer Erinnerung?

ZSUZSA BÁNK: Bei­des wahr­schein­lich. Wahr­schein­lich sucht man so wie die Figu­ren im Roman rück­bli­ckend Din­ge, die man über­se­hen hat oder die man hät­te als Zei­chen ver­ste­hen und dann anders han­deln müs­sen. Aber an wirk­li­che vor­aus­deu­ten­de Zei­chen glau­be ich eigent­lich nicht. Wobei man Din­ge schon über eine Art sieb­ten Sinn wahr­neh­men kann, über eine bestimm­te Intui­ti­on. Also, dass sich etwas ver­än­dert oder dass sich ein Mensch im Ver­hal­ten zu mir ver­än­dert, in sei­nen Gefüh­len zu mir ver­än­dert. Das kann man auch schon im Vor­hin­ein, man wird nicht erst im Nach­hin­ein dar­auf gesto­ßen. Auch mei­ne ich eine Art Vor­ah­nung zu haben, wie sich Din­ge ent­wi­ckeln oder was pas­sie­ren könnte.

SCHAU INS BLAU: Kom­men wir zu etwas ganz ande­rem: Ich habe Freund­schaft als ein Haupt­the­ma Ihres Romans auf­ge­fasst. Ist Ver­schie­den­ar­tig­keit eine not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung für Freundschaft?

ZSUZSA BÁNK: Ich glau­be, die drei Figu­ren sind gar nicht so ver­schie­den. Ihre Fami­li­en­ge­schich­ten sind unter­schied­lich, aber die Kin­der selbst sind gar nicht so grund­ver­schie­den. Ent­schei­dend ist, dass sie für­ein­an­der ent­flam­men. Sie ler­nen sich ken­nen und sind sofort für­ein­an­der ent­flammt und für die­se gro­ßen Gefüh­le gibt es eigent­lich kei­ne Erklä­run­gen. Was sich da im Kopf oder im Kör­per oder wo auch immer abspielt, wenn wir für­ein­an­der ent­flam­men, das wis­sen wir nicht, es geschieht ein­fach. Nein, ich glau­be nicht, dass Freun­de so drin­gend unter­schied­lich sein müs­sen. Ich glau­be eher das Gegen­teil: Dass man sich sehr ähn­lich sein muss, um sich auch sehr nah sein zu können.

SCHAU INS BLAU: Wie in Ihrem Roman der Schwim­mer (2002)*, wird in* Die hel­len Tage wie­der­um das The­ma Hei­mat­lo­sig­keit auf­ge­grif­fen: Unter ande­rem durch das Zigeu­ner­le­ben, durch das Wan­der­jahr von Évi und Zigi. Die hel­len Tage zeigt aber auch, dass es nicht zwangs­läu­fig nega­tiv besetzt sein muss, dass eine gewis­se Fas­zi­na­ti­on von Men­schen aus­geht, die außer­halb der Kon­ven­ti­on leben und öfter das tun, wonach ihnen gera­de ist.

ZSUZSA BÁNK: Ich fand es auch nicht nega­tiv besetzt. Also, für Zigi ist das so eine Art Lebens­ent­wurf. Er kann sich das über Jah­re hin­weg vor­stel­len und ist dann ganz ent­täuscht, dass Évi aus die­ser Art des Lebens aus­stei­gen will. Nein, die­ses Wan­der­jahr ist über­haupt nicht nega­tiv besetzt. Es gibt die­sen einen Moment, wo sie aus Ungarn flie­hen und dann gibt es die­sen ers­ten Win­ter, in dem sie sich ver­lo­ren füh­len, aber das ändert sich eigent­lich sehr schnell. Évi fin­det dann ihre zwei­te Hei­mat in Kirch­blüt und es heißt an einer Stel­le: „Nie­mand ist mit Kirch­blüt so ver­wo­ben wie Évi.“ Sie kriegt ja auch irgend­wann ihren deut­schen Pass. Ich fin­de, da ist sie dann sehr ver­wur­zelt, obwohl sie auch gleich­zei­tig sehr frei ist und unab­hän­gig und ich bei ihr auch immer das Gefühl habe, sie kann jeder­zeit ihre Zel­te abbre­chen und woan­ders hingehen.

SCHAU INS BLAU: Auch die The­men Tod und Ver­gäng­lich­keit sind wesent­li­che Bestand­tei­le Ihres Romans. Was wür­den Sie an Ihrer Art, die­se The­men zu behan­deln, als cha­rak­te­ris­tisch bezeichnen?

ZSUZSA BÁNK: Dass der Tod immer mit­schwingt und dass das Leben ohne Tod nicht geschieht, der Tod ist stän­dig anwe­send. Die Toten umge­ben uns, sie prä­gen das Leben der Hin­ter­blie­be­nen, im Roman zum Bei­spiel der ver­schwun­de­ne wahr­schein­lich tote Bru­der, der tote Vater. Was geschieht mit den Hin­ter­blie­be­nen? Danach wird ja auch ganz viel gefragt. Ja, der Tod taucht in ganz vie­len Kapi­teln auf, Aja wird bei­spiels­wei­se Ärz­tin, um den Tod zu besie­gen. Er läuft prak­tisch stän­dig neben ihr und sie muss auf den rich­ti­gen Augen­blick war­ten, um ihn dann aus­zu­trick­sen. Im Roman ist der Tod also immer prä­sent. In der Rea­li­tät haben wir den Tod aus unse­rem Leben ver­drängt, aber eigent­lich ist es eine Lüge.

SCHAU INS BLAU: Und war­um ist es am Ende aus­ge­rech­net Évi, die unter Demenz zu lei­den beginnt?

ZSUZSA BÁNK: Weil ich fin­de, dass es zu ihrem Cha­rak­ter passt. Da sind wir wie­der bei der Logik der Figu­ren. Sie ist so… auf eine Art ist sie doch sehr…

SCHAU INS BLAU: Aber ist sie nicht eigent­lich die Star­ke, die, die den ande­ren immer unter­stüt­zend zur Sei­te steht?

ZSUZSA BÁNK: Ja, aber ihren Kopf benutzt sie ja irgend­wie nicht so oft. Sie ist sehr naiv, sie ist unge­bil­det, sie war Analpha­be­tin und hat eine bestimm­te Art zu den­ken und begibt sich immer mehr in die­se Ver­rückt­heit. Man könn­te die­se Demenz auch deu­ten als: Sie zieht sich selbst aus die­sem Leben her­aus, weil sie es ein­fach nicht mehr aus­hält und nicht mehr erträgt. Demenz hät­te jetzt zum Bei­spiel nicht zu Maria gepasst, der Mut­ter der Erzäh­le­rin, die ist immer so ratio­nal und so ehr­gei­zig und so tough und hart. Natür­lich kann auch ein sol­cher Mensch dement wer­den, es ist ja kei­ne Cha­rak­ter­fra­ge, ob man krank wird. Aber in die­sem Roman passt es für mich nur zu Évi, in die­sem Gar­ten wei­ter so zu verdämmern.

SCHAU INS BLAU: Ein Rezen­sent hat geschrie­ben, ihr Buch sei „nicht von die­ser Welt“ und auch Sie haben das „Traum­wand­le­ri­sche“ die­ses Buches im sel­ben Inter­view mit Jür­gen Hose­mann (s.oben) betont. Wie gelingt es Ihnen, die­se Stim­mung von Unwirk­lich­keit auf­zu­bau­en und sie, so hat­te ich den Ein­druck, auch dann wie­der­her­zu­stel­len, wenn die Idyl­le durch­bro­chen wurde?

ZSUZSA BÁNK: Ja, wie gelingt mir das? Ich weiß nicht, wie mir das gelingt, das kann ich Ihnen gar nicht beant­wor­ten. Es sind vie­le Ele­men­te, die da eine Rol­le spie­len: Die Natur spielt eine gro­ße Rol­le und alles, was mit der Natur zusam­men­hängt, die Jah­res­zei­ten, das Licht. All dies trägt viel­leicht zu einer Ent­rückt­heit bei, es sorgt für eine bestimm­te Atmo­sphä­re. Dann die­ser wie­der­ho­len­de beschwö­ren­de Ton, dann gibt es mär­chen­haf­te Anklän­ge, wie ich fin­de: Das Haus mit den geschlos­se­nen Läden, das Haus, das man hin­ter den hohen Hecken nicht sehen kann, die Rosen, die über dem Dach zusam­men­wach­sen und so wei­ter. Auch Rom wird im Roman als fan­tas­ti­scher Ort beschrie­ben. Es ist nicht das Rom, das man kennt, wenn man dort ist, es ist ein völ­lig über­stei­ger­tes Rom. Auch die Figu­ren schei­nen manch­mal so ein biss­chen aus der Welt gefal­len: Ein­mal wird über Ellen gesagt, dass sie eine Zeit lang so wirkt, als sei sie ein­fach ins Leben gewor­fen und dann dort ste­hen gelas­sen wor­den. Aber nicht nur Ellen ist so, auch Karls Vater ist so und Evi ist ein biss­chen so. Sie haben eine sehr eige­ne und eigen­tüm­li­che Art, durchs Leben zu gehen. Und auch die Detail­fül­le trägt zu die­ser Welt­fremd­heit bei. Dass Details, die wir in unse­rem täg­li­chen Leben als völ­lig unwich­tig erach­ten, plötz­lich im Zen­trum ste­hen, eine Umkeh­rung also.

SCHAU INS BLAU: Die Figu­ren sind in Drei­ecks­be­zie­hun­gen ange­ord­net, es gibt das Drei­eck der Kin­der­freund­schaft und das der Müt­ter. Warum?

ZSUZSA BÁNK: Das habe ich nicht so geplant. Aber viel­leicht, weil das Drei­eck die insta­bils­te Form der Bezie­hung ist. Einer ist eigent­lich immer nur dazu da, um die Zwei­er­be­zie­hung zu sta­bi­li­sie­ren und irgend­wann zer­bricht die­ses Drei­eck. Hier ist es eben anders, hier funk­tio­niert es, also wie­der eine Umkeh­rung. Da sind die drei Frau­en, die zusam­men funk­tio­nie­ren, weil sich ihre Cha­rak­te­re auch ergän­zen, das fügt sich. Und auch die­ses Drei­eck, das um Karl gebaut ist. Hier funk­tio­niert es, weil es so stark ist und ent­ge­gen die­ser Insta­bi­li­tät trotz­dem exis­tie­ren kann.

SCHAU INS BLAU: Aber es droht ja zwi­schen­durch zu zerbrechen.

ZSUZSA BÁNK: Es muss ja zwangs­läu­fig dazu kom­men. Das ist gar nicht mal nur die Logik der Figu­ren, es ist ein­fach die Logik von mensch­li­chen Bezie­hun­gen. Irgend­wann ist es so, dass sich da etwas ver­schiebt: Was ist Freund­schaft, was ist Lie­be, wo ist die Gren­ze, wo wird sie über­schrit­ten? Da spielt auch Eifer­sucht eine Rol­le, nicht nur in der Lie­bes­be­zie­hung, son­dern auch bei Freund­schaf­ten. Wer fühlt sich von wem zurück­ge­setzt? Ich glau­be, Seri ist gar nicht so sau­er, dass Aja und Karl ein Lie­bes­paar wer­den, son­dern dass sie etwas ohne sie machen, dass sie nicht dabei sein kann, dass sie sich gegen sie zusam­men­ge­tan haben. Das ist für sie die gro­ße Ent­täu­schung und irgend­wann lernt sie auch, das zu akzep­tie­ren und dann wird ja doch alles ganz anders. Aber es wäre nicht glaub­haft gewe­sen, wenn sie ein­fach zusam­men alt gewor­den wären, das funk­tio­niert nicht. Karl als Mann, so wie ich ihn mir vor­stel­le und wie er in den Details auch beschrie­ben wird, ist bestimmt recht attrak­tiv, da muss was geschehen.

SCHAU INS BLAU: Zum Schluss noch eine ganz ande­re Fra­ge: Auch in die­sem Roman gibt es wie­der auto­bio­gra­fi­sche Bezü­ge, aller­dings nicht so deut­lich wie in Der Schwim­mer. War­um wie­der Par­al­le­len zur unga­ri­schen Geschichte?

ZSUZSA BÁNK: Évi war eigent­lich gar nicht als Unga­rin geplant, aber dann wur­de sie es und ich habe ihr die­sen Accent noch auf das „e“ gesetzt und dann hat sie sich anders ent­wi­ckelt. Es gefiel mir total gut, ihr die­se Pass­ge­schich­te anzu­dich­ten und dadurch gab es eben die­ses klei­ne Fens­ter nach Ungarn. Irgend­wie muss­te ich auch erzäh­len: Wie ist sie über­haupt nach Kirch­blüt gekom­men? Erst war sie nur als deut­sche Artis­tin ange­legt und dann dach­te ich: Ja, es hat doch sei­nen gewis­sen Reiz, wenn sie noch die­se Zusatz­ei­gen­schaft bekommt.

SCHAU INS BLAU: Frau Bánk, herz­li­chen Dank für das Interview!


  1. URL:http://www.fischerverlage.de/interview/Zsuzsa_B%C3%A1nk_im_Gespr%C3%A4ch_mit_ihrem_Lektor_J%C3%BCrgen_Hosemann/1356470 (zuletzt auf­ge­ru­fen am: 25.08.11). 

Zsus­za Bánk: gebo­ren 1965 in Frank­furt am Main. Nach dem Abitur Aus­bil­dung zur Buch­händ­le­rin. Stu­dier­te Lite­ra­tur, Publi­zis­tik und Poli­tik in Mainz und Washing­ton. Danach Wirt­schafts­re­dak­teu­rin. Lebt heu­te als Schrift­stel­le­rin in ihrer Hei­mat­stadt.
Für ihr Roman­de­büt Der Schwim­mer (S. Fischer, 2002) erhielt sie zahl­rei­che Prei­se, u.a. den aspek­te-Lite­ra­tur­preis und den Deut­schen Bücher­preis.
Für die Erzäh­lung Unter Hun­den aus ihrem Band Hei­ßes­ter Som­mer (S. Fischer, 2005) erhielt sie den Bet­ti­na-von-Arnim-Preis.
Im Febru­ar 2011 ist ihr zwei­ter Roman Die hel­len Tage (S. Fischer) erschienen.